MONATSWEIHEN

Der Monat Oktober ist den Engeln und verschiedenen Festen zur Verherrlichung MARIENS geweiht.

Preiset die Göttliche Herrin, ihr Engel Adonais; ihr Gewaltigen, die ihr den Willen eurer Köngin vollzieht, sobald ihr vernehmt das gebietende Wort MARIENS.  Lobsinge der Göttlichen Herrin, meine Seele; alles in mir singe das Lob Ihres heiligen Namens. Ehre sei dem Vater. (nach Ps. 102, 20 u 1)

Neben dem Altar im Tempel stand ein Engel; in der Hand hielt er ein goldenes Rauchfass. Und wiel Räucherwerk ward ihm gegeben, und der Duft des Weihrauchs stieg empor vor dem Angesichte Gottes.
(Apok 8, 3 u 4)

Johannes an die sieben Gemeinden in Asien: «Gnade und Friede werde euch zuteil von Dem, der da ist, und der da war, und der da kommen wird, und von den sieben Geistern (Engeln), die vor Seinem Throne sind, und von Jesus Christus, dem getreuen Zeugen, dem Erstgeborenen von den Toten und dem Fürsten der Erdenkönige. Er hat uns geliebt und rein gewaschen von unseren Sünden mit Seinem Blute.» (Apok. I, 1-5).

Erzengel Sankt RaphaelSo spricht Gott der Herr: «Siehe, Ich sende Meinen Engel, dass er vor dir hergehe, dich auf dem Wege behüte und dich an den Ort führe, den Ich bereitet habe. Achte auf ihn und hör auf seine Stimme. Glaube nicht, ihn missachten zu dürfen. Wenn du sündigst, wird er dir nicht verzeihen; denn Mein Name ist in ihm. Wenn du aber auf seine Stimme hörst und alles tust, was Ich sage, so werde Ich der Feind deiner Feinde sein und schlagen, die dich schlagen. Und Mein Engel wird vor dir hergehen.» (2 Mos. 23, 20-23)

In jenen Tagen sprach der Engel Raphael zu Tobias: «Es ist gut, das Geheimnis eines Königs geheimzuhalten, doch ehrenvoll ist es, die Werke Gottes rühmend zu verkünden. Besser ist Gebet mit Fasten und Almosen, als Schätze von Gold aufhäufen; denn Almosen befreit vom Tode, reinigt von Sünden und lässt Erbarmen und ewiges Leben finden. Wer aber Sünde und Unrecht tut, ist ein Feind der Seele. Ich künde euch also die Wahrheit und will vor euch nichts geheimhalten. Als du unter Tränen dich dem Gebete hingabst und die Toten begrubest, als du dein Mahl stehen liessest, als du die Toten den Tag über in deinem Haus verbargest und sie des Nachts begrubest, da brachte ich dein Gebet vor den Herrn. Weil du Wohlgefallen fandest vor Gott, musste die Prüfung dich bewähren. Und nun sandte mich der Herr, dich zu heilen, und Sara, die Frau deines Sohnes, vom bösen Geiste zu befreien. Denn ich bin der Engel Raphael, einer von den Sieben, die vor dem Herrn stehen.» (Tob. 8,3) 

 

Wenn ein Schutzengel vom Herrn aufgerufen wird, d.h. also, sobald einer der Millionen Engel vom Herrn zum Schutzengelamt berufen wird, eilt er mit Blitzesschnelle zum Thron des Allerhöchsten. Dort übernimmt er den Befehl, die Weisung. Dann wendet er sich zu seiner Königin. Sie ist die Mutter der Lebendigen, sie wird nun, da er Bruder eines Menschen werden soll, auch seine Mutter. Unter ihren Augen legt er alles ab, was ihn bis jetzt zierte: alle seine Pracht und Macht. Er kniet nieder im einfachen Arbeitskleid, das alle Schutzengel gemeinsam haben. Nur seine Wesenheit, siene Aufgabe bleibt ihm in dem abgeschwächten Grad eines Engels des IX. Chores. Und dann nimmt ihn die Mutter an. Er darf durch sie, die über der Erde und über dem Himmel und über allem Geschöpflichen steht, hindurchziehen wie durch einen Dom, wie durch das Elternhaus, und nun sieht er mit anderen Augen hin zum Bruder, für den der Herr am Kreuze verblutete, nicht mehr hinab zum Menschen. Seine Seligkeit, die ihm unverändert bleibt, hat jetzt eine neue, wunderbare Färbung bekommen. Es ist, als wäre er irgendwie Mutter geworden; er darf nun selbst das Opfer erleben, das sonst ein Engel nicht erlebt. So ist das Schutzengelamt, das den Engeln nach ihrer Prüfung eröffnet wurde, die Vollendung; in ihrem den Menschen-nahe-Werden erleben sie in diesem Amt das Begleiten des Herrn zum Erlösungswerk auf Erden.